Laserauftragschweißen

Laserauftragschweißen, im engl. Laser Cladding, ist ein additiver Prozess, bei dem ein zusätzliches Material, z. B. in Form von Pulver oder einem Draht, auf der Oberfläche des Werkstückes aufgeschmolzen wird, um eine neue Oberfläche zu erstellen. Dieser Fertigungsprozess erhöht die Funktionalität und Lebensdauer von Bauteilen. Das Laserauftragschweißen mit dem Faserlaser wird auch in der Reparatur von beschädigten Bauteilen eingesetzt.

Das Laserauftragschweißen (laser cladding) gehört zu den generativen Fertigungsverfahren, zum Auftragsschweißen, und wird auch Laser Metal Deposition (LMD) genannt. Die Faserlaser von IPG werden bei diesem Verfahren bei der Reparatur, bei der Beschichtung bzw. Veredelung und bei den additiven Fertigungsprozessen überwiegend von geschädigten Bauteilen bzw. Oberflächen eingesetzt. Die Reparatur ist oft bei Werkstücken, die enorme Herstellungskosten haben, notwendig, während bei den anderen Anwendungen der Korrosionsschutz, die Verschleißfestigkeit, mechanischen Eigenschaften sowie Lebensdauer erhöht werden sollen. Beim Laserauftragschweißen wird entweder Pulver oder Draht verwendet, aufgeschmolzen und das Pulver oder der Draht geht mit dem ebenfalls aufgeschmolzenem Basismaterial des zu bearbeitenden Werkstückes eine metallurgische Verbindung ein. Drahtbasiertes Laserauftragschweißen wird oft bei manuellen Laserschweißanlagen eingesetzt. Laserauftragschweißen mit Pulver- und Gaszufuhr, typischerweise Stickstoff, wird ausschließlich autmatisiert eingesetzt. Für das Pulver bzw. zusätzliche Material, das auf das Bauteil bzw. die Oberfläche aufgebracht wird, kann z. B. eine rostfreie Edelstahllegierung, eine Nickel- oder Kobaltlegierung sowie weitere verschiedene Legierungen verwendet werden. Beim Laserauftragschweißen können Materialien wie Stahl, Edelstahl, Titan, Aluminium etc. bearbeitet werden.

IPG hat einen eigens hergestellten Prozesskopf für das Laserauftragschweißen und ist somit in der Lage, sowohl den Laser als auch die Optik für das Auftragsschweißen anzubieten. Der Wirkungsgrad des Faserlasers von IPG für das Laserauftragschweißen beträgt über 40 % bei höchster Strahlqualität. Beim Laserauftragschweißen beträgt die Leistung der Laser, YLS-CL, typischerweise zwischen 3 und 10 kW. In der YLS-CL Serie werden Prozessfasern mit runden oder quadratischen Kernen von 600 bis 1.000 μm verwendet. Aufgrund der modularen IPG-Technologie punkten die Laser für das Auftragsschweißen mit dem kompaktesten Design sowie einem wartungsarmen Betrieb. Weitere Vorteile stellen die reduzierte Bearbeitungszeit, der geringe Verzug, die geringe Verfärbung sowie die geringe Nachbearbeitung dar, da der Faserlaser mit einer hohen Prozessgeschwindigkeit, zuverlässig sowie mit einer geringen Wärmeeinflusszone (HAZ) arbeitet. Dies wird auch Hochleistungsgeschwindigkeits-Laserauftragschweißen genannt. Die durch das Laserauftragschweißen hergestellte Schicht bzw. Schichtdicke wird oft in der Nachbearbeitung, z. B. durch das Schleifen, Fräsen oder Drehen weiter bearbeitet. Das Laserauftragschweißen mit den Faserlasern von IPG sorgt für eine hohe Genauigkeit, sodass keine Lunker, Poren und Risse entstehen. Möchten Sie mehr über das Auftragsschweißen sowie die Lösungen und Möglichkeiten, die IPG Ihnen bietet, erfahren, dann kontaktieren Sie uns gerne.

 

 

 

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